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Formulierung des Unfassbaren Bernadette Scherer, LNN, 14. Februar 1984 Galerie zum Glashuus zeigt Bilder von Dino Cautero Einer, der sich mit dem Sichtbaren wie mit dem ahnungsvollen Unbekannten auseinandersetzt, ist der in Zug wohnhafte Künstler Dino Cautero. Frauen und Landschaften zählen zu seinen liebsten Themen - Landschaften, in denen er das Seelenhafte des Menschen zu erfassen sucht. Die Galerie zum Glashuus zeigt bis am 9. März eine Auswahl seiner Werke. In Dino Cauteros Bildern gibt es keine festen Umrisse. Leicht und verspielt sind die Farbtöne nebeneinander gesetzt, zerfliessen manchmal ineinander, lassen vieles offen. Ab und zu geben ein paar wenig Striche einer Gestalt so etwas wie Konturen, grenzen sie aber nicht ab, sondern deuten sie höchstens an. Vieles wirkt deshalb skizzenhaft, so, als ob es sich jeden Moment verändern könnte. Vor allem liegt jedoch etwas Geheimnisvolles über den Bildern: Warum ist diese Frau so traurig? Was verbirgt sie hinter ihrer nachdenklichen Stirn? Eine Antwort auf diese Frage gibt Dino Cautero nicht. Er überlässt es dem Betrachter, herauszufinden, warum keine seiner Frauen lacht. Genauso wirft er auch Fragen auf, die sich auf das wohl Unfassbarste des Menschen, auf seine Seele beziehen. Auf fast surrealistische Weise formuliert er sie zu Gemälden aus: Ein zerklüftetes, felsiges Tal zieht sich nach hinten. Verheissungsvoll hell ist der Himmel darüber, und tief in der Schlucht fliesst ein dunkelblaues Wasser. Auf den Felsbändern steht eine ganze Schar von Menschen: Alle sind am "Anfang der langen Reise" - so der Titel -, doch keiner weiss wohin sie führt. Seelenlandschaften Am besten könnte man diese Bilder vielleicht mit "Seelenlandschaften" umschreiben. Denn im Grunde sind sie gar nicht so verschieden von den Landschaften des Künslers, auch wenn er dort keine Visionen zum Ausdruck bringt. Der einzige Unterschied besteht darin, dass er für seine Visionen Menschen in seine Landschaft hineinbezieht - schemenhafte Menschen, die einem hellen sanften Licht entgegenstreben. |
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